BabyfaceMoin, liebes Zypernhunde Team

Ich möchte Euch und der Zypernhunde Gemeinde einmal erzählen, wie wir zu Pelle (Wilson), diesem Sonnenschein, gekommen sind.

Angefangen hat alles mit meiner Frau, die mir unmissverständlich klarmachte:" Sollten wir jemals ein Haus haben, dann kannst DU gar nicht so schnell gucken, wie ICH einen Hund habe"!!

Nun, seit 2011 sind wir Besitzer eines Hauses, allerdings war im Kaufvertrag kein Hund enthalten. Nach weiteren 2 Jahren machte sich der Wunsch nach einem Hund bei meiner Frau wieder bemerkbar. Als fürsorglicher Ehemann möchte man ja die Wünsche erfüllen, aber auch "langsames Gucken" brachte keinen Hund ins Haus. Also wurden die Homepages der umliegenden Tierheime besucht, die Tierheime selbst besucht und das Internet durchsucht.

Allmählich kristallisierte sich auch heraus, wie der Hund sein sollte: kein Welpe (wegen der Erziehung und der fehlenden Erfahrung), blond (was sonst), Anfänger-Hund (siehe Welpe) und "fertig erzogen" sollte er sein. Die ursprünglichen Anschaffungskriterien verblassten immer mehr, Therapiehund, spazierengehen, raus bei jedem Wetter!!

Die Erkenntnis daraus: Unmöglich, so einen Hund zu bekommen, es sei denn, man setzt uns so einen vor die Nase!!

Aber genau so sollte es kommen!
Auf diese Weise trat Poldi in unser Leben. Eine Seele von Hund und nicht irgend ein Hund. Er stammt aus der Familie, und meine Frau hatte schon immer ein Auge auf ihn geworfen. Leider wurde er nun Scheidungs-Hund, oder besser "zum Glück" für uns und ihn, war er doch mit 4 Jack Russel immer nur das "fünfte Rad" am Wagen.

2 Tage, nachdem der "geliebteste Hund der Welt" bei uns eingezogen war, wurde meiner Frau sich ihrer nun real gewordenen Verantwortung bewusst und bekam "Kalte Füße". Sie befürchtete, dass sie den Anforderungen nicht gerecht wird!  Oh, Ha!

Nach einem längeren Gespräch mit ihrem Bruder, dem Ex Herrchen, der überhaupt keine Bedenken hatte, war die Seele meiner Frau beruhigt und die ihres Ehemannes auch. Ab jetzt stand einem wirklichen Zusammenleben nichts mehr im Wege. Wir gewöhnten uns recht schnell an den kleinen Kerl und er sich nach einer Weile auch an uns. Kleine Rituale festigten unsere Bindung und er genießt e,s die Nr. 1 zu sein. So sammelten wir unsere Erfahrungen, und neben unbeschwerten Stunden gab es auch dramatische Momente. Ein Insektenstich z.B. warf die Frage auf: gibt es einen Notarzt für Hunde? Kann der Rettungshubschrauber hinten im Moor landen? Letzten Endes halfen Leckerlis vorn und hinten, den Stachel aus der Pfote ziehen.
Auf Spaziergängen wurden wir oft gefragt, was das den für eine Rasse ist. Euromix war stets unsere Antwort, bis ich meinen Schwiegervater zu einem Arztbesuch begleitete. Im Wartezimmer lagen einige alte Hundezeitschriften aus, und in einer dieser Zeitschriften war ein Bericht über Kokonis. Ich war erstaunt und wie elektrisiert, denn auf den Bildern und in der Beschreibung erkannte ich starke Ähnlichkeiten zu Poldi.

DSC00676So kam es, dass ich immer mal wieder Kokoni gegoogelt hab und irgendwann auf Eurer Seite gelandet bin. Gleich bei meinem ersten Besuch bin ich auf Pelle (Wilson) gestoßen. Ich muss sagen, die Bilder wurden ihm überhaupt nicht gerecht, aber die kleine Videosequenz sagt fast alles über Pelle. Na dieser kleine Charming Boy findet bestimmt ganz schnell eine Familie.

Nun bin ich keineswegs auf der Suche nach einem 2ten Hund gewesen, aber ich machte mir schon seit längerem Gedanken über Poldi, er guckt immer so "traurig" wenn ich als letzter aus dem Haus gehe.

Eine gefühlte Ewigkeit - ca.2-3Wochen - später war ich erneut auf Eurer Homepage. Mal sehen, was der Charming Boy macht. Oh! Noch nicht vermittelt, nicht mal reserviert, interessiert sich niemand für den Kleinen, sieht keiner was ich sehe? Ich glaube, an diesem Abend habe ich meine "Entdeckung" zum ersten mal meiner Frau gezeigt. Sie war ganz entzückt: "Ist der süß" war ihr Kommentar. Nun machte ich mir langsam, ernsthaft Gedanken über einen 2ten Hund. Das Kontaktformular hab ich bestimmt 2 mal ausgefüllt und doch nicht abgeschickt. Wie so oft im Leben, fehlt nur der richtige Anstoß, um eine Entscheidung zu treffen. Er kam natürlich von meiner Frau. „Soll ich mich mal um Wilson bewerben?“ fragte ich sie eines Abends. „Mach doch, den bekommst du ja doch nicht“ war ihre lapidare Antwort…..Ach so, dann besteht ja keine Gefahr (1000 ungeklärte Fragen), und zack „Enter“ gedrückt !!
An dieser Stelle: einen herzlichen Dank an Frau Schneider und an die Dame der VK, für ihre verantwortungsvolle Arbeit.

Pelle kommt.
2 Wochen vor unserem Sommerurlaub erhielten wir die Nachricht: Wilson landet am 9. Juli 2017 in Hamburg. OK, das ist dann der vorletzte Urlaubstag an der Ostsee, ein Sonnabend, das kriege ich hin. Am Freitagabend haben wir dann in den Nachrichten die Bilder vom G20 Gipfel in HH gesehen, ach du Sch... und morgen ist Abreisetag in HH und wir mittendrin.
In Anbetracht der unsicheren Lage in HH haben wir beschlossen, einen Tag früher abzureisen.
Wider Erwarten gab es keine Probleme zum und am Flughafen, und wir waren eine Stunde zu früh da! Also warten! Plötzlich, wie aus dem Nichts, kommen mir Bedenken. O je, wie wird er drauf sein? Die lange Reise 5,6,7 Stunden unterwegs, eingesperrt in der Transportbox. Fremde Gerüche, fremde Menschen, fremde Umgebung. Was, wenn er sich nicht anfassen lässt?
Nein, vertraue auf das Video und enttäusche Fr. Schneider nicht!

Endlich, 14.30 Uhr planmäßige Ankunft, dann kommt er ja gleich. Wir sind mittlerweile zu viert, Corinna und ihre Nachbarin warten auf den 2ten Hund, es kommt ja noch einer mit. Tiere werden bestimmt zuerst ausgeladen!! Denkste, nach weiteren 2 Std. !!!! vor der Arrival Tür und kreisenden Gedanken, hat meine Frau sie zuerst gesehen, da kommen Sie. Mit einem breitem Grinsen im Gesicht dreht sie sich zu mir um und macht mit einer kurzen Handbewegung das Schwanzwedeln eines Hundes nach. Die Freude der Ankunft, überträgt sich von Mensch zu Tier, oder ist es umgekehrt!? Ich merke, wie die Anspannung von mir abfällt.
Der Babywickelraum bietet uns allen Platz, und dann ist diese große Box endlich auf. Ach du meine Güte, sind die süß. Ohne zu zögern, kommen zwei aufgeregte kleine Hunde heraus und beginnen eine nicht enden wollende Begrüßungszeremonie, als wüssten sie Bescheid, dass sie nun eine eigene Familie haben. Mir fällt ein Stein der Erleichterung vom Herzen, und ein paar Freudentränen hab ich auch verdrückt. Ich hatte recht mit dem Video, aber ihn das erste mal in Natura zu erleben, einfach unbeschreiblich.

DSC02444Mit: "Wie soll denn eurer heißen?" wendet sich meine Frau an Corinna. Michel, kommt die Antwort, "Oh das finde ich gut, dann heißt unserer Pelle" erwidert sie. Äh, ich hatte da auch noch so meine Vorstellung wie der Kleine heißen soll, Dooley hätte ich gut gefunden, nach Dooley Wilson, Sie wissen schon: der Klavierspieler aus "Casablanca". Komisch, bei manchen Sachen hat "Mann" keinen Einfluss mehr, na gut dann also "Pelle der Eroberer" - mein Herz hatte er da schon eingenommen. Diese spontane Namensgebung hat aber auch ihre Tücken, wie sich noch zeigen sollte.
Die letzte Hürde des Tages war das erste Treffen mit Poldi, wir haben es nach Anweisung auf neutralem Boden durchgeführt und beide haben es mit Bravour gemeistert. Die beiden Hunde übrigens auch.

Pelle erobert die Welt
So endlich zu Haus, dann können wir ihn ja mal von der Leine lassen, um ihm sein neues Heim zu zeigen.
Schon flitzt er los, direkt ins Wohnzimmer, auf die Couch, rauf auf die Lehne, ein Sprung zurück auf den Boden , immerhin 1m Höhe, Bauchklatscher, Beine sortieren, wieder Gas geben, die Pfoten drehen durch auf dem Parkett, da kommt er, Schwanz wedelnd - ein Blick -Kehrtwende - noch mal! Den Sprung hat er dann gleich noch etwas verfeinert: mit viel Schwung von der Couch auf den Läufer, mit diesem dann über das Parket gesurft und mit Karacho gegen den Schrank gedonnert. Noch nicht mal 24 Stunden in unserer Obhut und schon alle Rippen gebrochen, der Tierarzt wird uns kein Wort glauben.

Puh, durchatmen, alles gut gegangen. Das ist aber auch ein munteres Kerlchen. Langsam kehrt Ruhe ein, und ein aufregender Tag geht zu Ende, und wir haben zum ersten Mal Gelegenheit, uns "den Kleinen" mal genauer anzusehen. Rosafarbene Pfötchen, weiße Krallen, hellbraune Wimpern, ganz weiches seidiges Fell, dann dieser Blick, den er drauf hat , einfach zum Dahinschmelzen, und über dem Ganzen lag ein Duft von Babypuder. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft für uns alle.

Dieser Tag liegt jetzt mehr als 2 Jahre zurück, und die nächsten Wochen waren für alle aufregend. Viele unbekannte Sachen wurden angeknurrt, so mancher Bösewicht und wilde Tiere im TV verbellt und hinter dem Fernseher nach ihrem Verbleib geforscht, und wenn man den Typ im Spiegel ignoriert, lässt er einen auch in Ruhe.

Was es aber auch alles zu entdecken gab: Jogger, Jogger mit Stöcken, Menschen auf 2 Rädern, Menschen auf ganz "großen Hunden", die manchmal so leckere "Äpfel" verlieren.
Dann gab es kleine Seen oder auch große, mal auf dem Flur mal auf dem Teppich ein Häufchen hier, ein Häufchen da…..

…..und die Geschichte geht natürlich weiter. Da hört Ihr von Joggern, Stalkern und Helfern. Freiheit, Abenteuern und Gefahren, wenn ihr wollt……


mit Kumpel Poldi
Oh, es klingelt an der Tür

„Lautes Gebell“
Polle, Pelldi !!? Da sehen sie die Tücken der Spontanität.


Liebe Grüße

Von Kicky & Lars und Poldi & Pelle

   
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